Willkommen!

Das Karl von Vogelsang-Institut zur Erforschung der Geschichte der christlichen Demokratie in Österreich ist eine nichtuniversitäre wissenschaftliche Einrichtung. Es beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der jüngeren österreichischen Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der christdemokratischen Parteien und ihrer Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert.

Dieser Thematik widmen sich die wissenschaftlichen Veranstaltungen und Symposien des Karl von Vogelsang-Instituts. Darüber hinaus verfügt das Institut über ein umfangreiches historisches Archiv und eine Bibliothek mit zeithistorisch/politikwissenschaftlichem Schwerpunkt. Beide, Bibliothek und Archiv, stehen Wissenschaftern, Studierenden, Journalisten oder historisch Interessierten zur Verfügung.

Das Karl von Vogelsang-Institut sieht es als wesentliche Aufgabe an, den wissenschaftlichen Kontakt zu anderen Gesellschaftswissenschaften herzustellen sowie den Dialog zwischen Zeitgeschichte und Politik zu fördern. Diesem Zweck dienen die Aktivitäten des Instituts.

Das Karl von Vogelsang-Institut ist Gründungsmitglied der 2011 ins Leben gerufenen Plattform zeithistorischer politischer Archive sowie assoziertes Mitglied von CIVITAS -Forum of Archives and Research on Christian Democracy.

Wir laden Sie ein, sich auf den kommenden Seiten über das Institut, seine Tätigkeiten und das Archiv bzw. die Bibliothek näher zu informieren.

Wir über uns – Das neue Karl von Vogelsang-Institut

In der Zeit der Geschäftsführung von Doz. Helmut Wohnout seit 1993 wurden zahlreiche wissenschaftliche Projekte umgesetzt, die national und international Beachtung fanden. Das Kernstück des Instituts während all dieser Jahre blieb das historische Archiv, dessen permanente Erweiterung beharrlich vorangetrieben worden war und auf dessen Grundlage viele wissenschaftliche Arbeiten geschaffen und unterstützt wurden. Der Anlass des Wechsels wurde dazu genützt, um das KvVI auch statutenmäßig zu reformieren. So wird nun für die Leitung des KvVI die Funktion eines Präsidenten geschaffen und Gremien und Struktur werden vereinfacht und den aktuellen Notwendigkeiten angepasst.

Für die Funktion des Präsidenten des Vogelsang-Instituts konnte Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger, ehemaliger Salzburger Landeshauptmann und einer der bekannten Zeithistoriker Österreichs gewonnen werden. Vor allem seine zahlreichen Bücher und Studien zur Geschichte der Ersten und Zweiten Republik, der parteipolitischen Protagonisten und die würdigende Darstellung des österreichischen Föderalismus zeichnen Schausbergers Arbeiten aus. Seine große politische Erfahrung und wissenschaftliche Expertise sind Garanten dafür, dass sich das Institut neuen, zusätzlichen Schwerpunkten widmen wird.

„Mir liegt vor allem daran, eine Digitalisierungsoffensive mit unseren einzigartigen historischen Dokumenten und Archivalien zu starten, um Wissenschaftlern und historisch Interessierten ihre Arbeit zu erleichtern und damit zu einer Demokratisierung und Öffnung des Wissenschaftsbereichs beizutragen“, erklärte der designierte Präsident Franz Schausberger.

Für die personelle und fachliche Kontinuität steht Dr. Johannes Schönner, der als neuer Geschäftsführer noch mehr als bisher, das Institut mitgestalten wird. Zu den Arbeitsschwerpunkten von Johannes Schönner, seit dem Jahre 1994 am Institut, gehören wie bisher die Betreuung des Archivs und damit verbundene Grundlagenforschung. Hinzu kommen nun die Entwicklung neuer Veranstaltungsreihen und der weitere Ausbau der historischen Servicefunktionen.

Vl: Dr. Hannes Schönner, Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger
Geschäftsführer Dr. Hannes Schönner, Präsident Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger

Digitalisierungsoffensive des Vogelsang-Instituts

Dieses auf mehrere Jahre angelegte Projekt soll Schlüsseldokumente zur Geschichte der Christdemokratie in Österreich in digitalisierter Form zugänglich machen.

In bewusster Wahrnehmung der gesamten christlichsozialen und konservativen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert werden Dokumente der Ersten und der Zweiten Republik präsentiert.

Aus aktuellem Anlass beginnen wir mit dem im Mai 1919 in der Österreichischen Nationalversammlung präsentierten ersten Verfassungsentwurf der Christlichsozialen Partei, der als wegweisend betrachtet werden muss. Die Geschichte des österreichischen Föderalismus und der Demokratie im Allgemeinen ist nur zu verstehen, wenn auch die Positionen der Bundesländer ab 1919/1920 nachvollziehbar erscheinen.

Wir tragen dem 75. Jahrestag der Gründung der Zweiten Republik ebenso Rechnung wie der Konstituierung der Österreichischen Volkspartei im Jahre 1945. Diesem besonderen Jubiläum entsprechen wir mit der Vorstellung einer bislang unveröffentlichten Quellenedition zur österreichischen Parteiengeschichte 1945 bis 1953 im Rahmen unseres Digitalisierungsprojekts. Diese Edition soll ein Meilenstein in der digitalen Bereitstellung historisch-wissenschaftlicher Dokumente sein.

In regelmäßigen Abständen werden neue Schlüsseldokumente – natürlich entsprechend unserer personellen Möglichkeiten – digitalisiert und auf der Homepage des Instituts veröffentlicht. 

Erinnerungsdatenbank

Das Karl von Vogelsang-Institut hat die Möglichkeit, einen der größten Datenspeicher individueller Lebenserinnerungen zu vordefinierten Themen zu etablieren.

Das Jahr 2020 hat mit seiner historischen Krise („Corona/COVID 19“) gezeigt, dass historische Erinnerungen einem Wandel unterworfen sind und sich grundsätzlich geändert haben. Das Karl von Vogelsang-Institut will den Entwicklungen der Gegenwart konkret Rechnung tragen und eine Datenbank von Lebenserinnerungen ergänzend zum historischen Schriftgutarchiv im Rahmen seiner Dienstleistungen etablieren. Darüber hinaus leisten wir damit einen Beitrag zur Sicherung österreichischer Zeitgeschichte.

Wir sehen damit unseren ursprünglichen Gründungsgedanken, Entwicklungen zur österreichischen Politik mit dem Schwerpunkt christlichsozialer Politik zu dokumentieren, auf ein zusätzliches, tragfähiges und zukunftsorientiertes Standbein gestellt.

Fortführung der bewährten Serviceeinrichtungen des Instituts und des Archivs

Neben der oben genannten Digitalisierung und der Erinnerungsdatenbank steht die Betreuung und Beantwortung von Anfragen von Wissenschaftlern und historisch Interessierten weiter im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts. Zur Verdeutlichung sei hier angeführt, dass alleine im vergangenen Jahr 2019 mehr als 700 Anfragen bearbeitet wurden (davon fast 250 im Hause). Dazu zählen die Betreuung von acht Diplomarbeiten und Dissertationen (Bachelor- und Masterarbeiten) im selben Zeitraum.

Alle wissenschaftlichen Schwerpunkte und Projekte werden vom Wissenschaftlichen Beirat diskutiert und begleitet werden. Es ist der neuen Leitung des Instituts wichtig, dass renommierte Wissenschaftler und Persönlichkeiten in diesem Beirat vertreten sind.

UNSERE JUBILARE

Heribert Steinbauer 85 (* 29. März 1935 in Wien)

Steinbauer studierte Philosophie, Psychologie und vergleichende Sprachwissenschaften an den Universitäten Wien und Freiburg im Breisgau. Er war von 1959 bis 1960 sowie zwischen 1962 und 1964 in der Metallindustrie in Deutschland tätig und zwischen 1960 und 1962 am Institute of European Studies in Wien/Chicago beschäftigt. Steinbauer vertrat die ÖVP vom 4. November 1975 bis zum 6. November 1994 im Nationalrat, wobei er ab 1975 die Funktion des ÖVP-Mediensprechers innehatte. Er war zwischen 1964 und 1967 Leiter der Dokumentation und danach bis 1979 Leiter der Abteilung Politik der Bundesparteileitung der ÖVP. Zudem war er von 1967 bis 1970 als ÖVP-Generalsekretär aktiv und von 1970 bis 1975 stellvertretender Generalsekretär des ORF. Des Weiteren wirkte Steinbauer in verschiedenen Gremien wie der Hörer- und Sehervertretung und war Mitglied des ORF-Kuratoriums. Steinbauer leitete die Wahlkämpfe für die Nationalratswahlen 1975, 1983 und 1986 und führte die Wahlkampfleitung bei den Bundespräsidentenwahlen 1974 sowie 1986. Darüber hinaus war er Büroleiter von Alois Mock.

Heribert Steinbauer ist nach seiner politischen Karriere als Verleger tätig und leitet die Edition Steinbauer in Wien

Franz Soronics 100 (28. Juni 1920 – 25. Mai 2009)

Soronics entstammte einer burgenländischen Arbeiterfamilie, in der er von seiner Jugend an in sozialen Fragen maßgeblich geprägt worden war. . Nach der Volks- und Hauptschule besuchte er von 1935 bis 1937 die zweijährige Handelsschule in Eisenstadt. Noch im Jahre des „Anschlusses“ 1938 trat er in den Dienst der burgenländischen Landesregierung ein. Im Jahr 1939 wurde er zum Dienst in der deutschen Wehrmacht eingezogen. Bei den Kämpfen um Stalingrad wurde er im Jahr 1943 schwer verwundet. Bei Kriegsende war er in britischer Kriegsgefangenschaft geraten, aus der er 1946 wieder nach Österreich zurückkehrte. Kurz darauf trat er neuerlich in den Landesdienst ein. Soronics wurde ab 1950 Stadtrat von Eisenstadt und nahm in den folgenden Jahren Spitzenfunktionen im burgenländischen ÖAAB ein. . Von 1956 bis Juni 1959 war er Mitglied des Bundesrats und wechselte anschließend in den Nationalrat, dem er bis 1971 angehörte. Unter Bundeskanzler Alfons Gorbach wurde Soronics 1963 Staatssekretär im Bundesministerium für Inneres und nach dem Wahlsieg der ÖVP 1966 Staatssekretär im Bundesministerium für soziale Verwaltung. Von 1968 bis 1970 war er Bundesminister für Inneres. In seine Zeit als Innenminister fielen die dramatischen Tage und Wochen der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ in der Tschechoslowakei. Nach der ÖVP-Wahlniederlage im Jahr 1970 ging Soronics erneut in die Burgenländische Landespolitik, wo er zuerst Mitglied der Burgenländischen Landesregierung und 1972 Stellvertreter von SP-Landeshauptmann Theodor Kery wurde. Von 1978 bis 1982 war er Zweiter Landtagspräsident des Burgenlandes. Franz Soronics war sein ganzes Leben überzeugter Demokrat und ein ausgewiesener Konsenspolitiker.

Ingrid Korosec 80 (*22. November 1940 in Böheimkirchen)

Korosec war unter anderem ÖVP-Generalsekretärin und sechs Jahre lang Volksanwältin der Republik Österreich. Die gebürtige Niederösterreicherin trat nach der Handelsschule 1956 bei der Firma ADEG in St. Pölten ein, absolvierte die Handelsakademie und studierte nach der Matura einige Semester Volkswirtschaft. Dann war sie mehrere Jahrzehnte im privatwirtschaftlichen Management tätig. Ab dem Jahre 1982 war Korosek Zentralbetriebsratsvorsitzende und von 1984 bis 1994 in der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien tätig.

Ihre politische Laufbahn begann sie 1983 als Gemeinderätin und Abgeordnete zum Wiener Landtag. Im Jahre 1986 wurde sie in den österreichischen Nationalrat gewählt, dem sie neun Jahre angehörte. Danach war Korosek von 1991 bis 1995 Generalsekretärin der Österreichischen Volkspartei. 1995 wurde Ingrid Korosek zu einem Mitglied der Volksanwaltschaft gewählt, und hatte diese Position sechs Jahre inne. Danach wechselte sie wieder in den Wiener Gemeinderat. Im Jänner 2016 übernahm sie als Nachfolgerin von Andreas Khol den Bundesvorsitz im Österreichischen Seniorenbund. Am 7. November 2019 wurde sie in der konstituierenden Sitzung der Alterssicherungskommission neben dem Vorsitzenden Walter Pöltner zu dessen Stellvertreterin gewählt.

Hans Richard Klecatsky 100 (6. November 1920-23. April 2015)

Klecatsky war Professor am Lehrstuhl für öffentliches Recht der Universität Innsbruck und von 1966 bis 1970 parteiloser Bundesminister für Justiz der Republik Österreich. Hans Klecatsky wurde 1920 als ältester Sohn von Josef und Maria Klecatsky in Wien geboren., die Matura legte er an der Bundeserziehungsanstalt Traiskirchen im Mai 1938 ab. Nach dem Reichsarbeitsdienst begann er im Wintersemester 1938/39 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, das er ob der kriegsbedingt eingeführten Trimestereinteilung bereits im September 1940 erfolgreich mit einem Magister abschließen konnte. Nach seinem Studium wurde Klecatsky nach Prag zum Kriegsdienst zur Luftwaffe der Wehrmacht eingezogen (1. Oktober 1940 bis 8. Mai 1945). Nach dem Krieg nahm er seine akademischen Studien wieder auf und wurde 1947 zum Dr. jur. promoviert.

In der Zweiten Republik trat er in den Justizdienst, kam als Richter 1951 in den Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes und 1959 als damals jüngstes Mitglied als Hofrat an den Verwaltungsgerichtshof sowie 1964 als Ersatzmitglied auch an den Verfassungsgerichtshof der Republik Österreich. Nach einem Lehrauftrag für Verwaltungsverfahrensrecht an der damaligen Wiener Hochschule für Welthandel im Studienjahr 1960/61 habilitierte sich Klecatsky 1964 an der Universität Innsbruck als Dozent für Allgemeine Staatslehre, Verfassungs- und Verwaltungsrecht; 1965 wurde er Professor für Öffentliches Recht.

Von 1966 bis 1970 übte Hans Klecatsky in der ÖVP-Alleinregierung unter Josef Klaus die Funktion des Bundesministers für Justiz aus (parteilos). Wichtige erarbeitete Gesetze bzw. Erfolge seiner Amtszeit waren das Organhaftpflichtgesetz (1967), das Bundesgesetz über den Obersten Gerichtshof (1968), die Abschaffung von Todesstrafe, sowie das strafrechtliche Entschädigungsgesetz (1969). Von 1965 bis zu seiner Emeritierung 1991 leitete Klecatsky das Institut für öffentliches Recht und Politikwissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Danach übernahm Klecatsky weiterhin Lehr- und Forschungstätigkeiten, vor allem auf dem Gebiet der Menschenrechte, des Volksgruppenrechtes und des Europarechts.

Wolfgang Schüssel (*7. Juni 1945 in Wien) 75


Schüssel gehörte ab 1989 der österreichischen Bundesregierung an und war von 1995 bis 2007 Bundesparteiobmann der ÖVP. Vom 4. Februar 2000 bis zum 11. Jänner 2007 war Schüssel österreichischer Bundeskanzler und als solcher im ersten Halbjahr 2006 Vorsitzender des Europäischen Rates. Von 30. Oktober 2006 bis 8. September 2011 war er wieder Abgeordneter zum Nationalrat und von 2006 bis 2008 Klubobmann des Parlamentsklubs der ÖVP, den er bereits von 1999 bis 2000 sowie von 2002 bis 2003 angeführt hatte.
Von 1968 bis 1975 war der Jurist Sekretär des Parlamentsklubs der Partei, von 1975 bis 1991 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, von 1979 bis 1989 Abgeordneter zum Nationalrat. 1989 wurde Schüssel als Nachfolger Robert Grafs Bundesminister für Wirtschaftliche Angelegenheiten. Am 22. April 1995 löste er Erhard Busek als Bundesparteiobmann der ÖVP ab. Von diesem übernahm er auch das Amt des Vizekanzlers unter Franz Vranitzky (SPÖ), zugleich wechselte er als Bundesminister in das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, wo er Alois Mock ablöste.
Nach der Nationalratswahl am 3. Oktober 1999 kam es zu Koalitionsgesprächen mit der SPÖ. Diese Gespräche scheiterten jedoch im Dezember 1999 und in der Folge einigten sich Schüssel und Jörg Haider auf eine ÖVP-FPÖ-Koalition. Schüssel wurde am 4. Februar 2000 österreichischer Bundeskanzler. Die Regierungsbeteiligung der FPÖ hatte sowohl inländische wie internationale Proteste zur Folge. Die 14 EU-Regierungen hoben getroffenen Sanktionen erst im September 2000 nach Vorliegen des so genannten „Weisenberichts“ auf. Infolge interner Konflikte der FPÖ zerbrach die Koalition und bei der folgenden Nationalratswahl im November 2002 erreichte die ÖVP unter Führung Schüssels einen Rekordgewinn (+ 15,4%) und einen Stimmenanteil von 42,3%. Erstmals seit der Wahl im Jahr 1966 war die ÖVP damit wieder stimmenstärkste Partei. Wolfgang Schüssel erneuerte die Koalition mit der stark geschwächten FPÖ. Im April 2005 spaltete sich die Führungsspitze der FPÖ unter Führung von Jörg Haider ab und gründete das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ). ÖVP und BZÖ führten die Koalition fort. Nach der Nationalratswahl am 1. Oktober 2006 fiel die ÖVP wieder hinter die SPÖ zurück. Wolfgang Schüssel trat als Kanzler zurück und übernahm die Führung des ÖVP-Parlamentsklubs.
Seit den Anfängen seiner politischen Tätigkeit setzte er sich für Budgetdisziplin und Reformen im öffentlichen Dienst und Privatisierungen der verstaatlichten Industrie ein („Mehr privat – weniger Staat“). Während der Kanzlerschaft Schüssels wurde eine umfassende Pensionsreform unter der Zielsetzung einer langfristigen Finanzierbarkeit der Pensionssysteme umgesetzt. Für tiefgreifende Änderungen im österreichischen Asyl- und Fremdenrecht sorgte das 2005 beschlossene Fremdenrechtspaket. Parteiübergreifend begrüßt wurden die beginnenden Restitutionszahlungen an Opfer des Nationalsozialismus.
Im Jahre 2020 erschien seine Autobiographie „Was. Mut. Macht. Bemerkungen und Bemerkenswertes“ (ecowin), in dem nicht nur seinem politischen Leben breiter Raum gewidmet wird, sondern auch dem Menschen Wolfgang Schüssel. Politik, Kultur und Sport werden hier als „kommunizierende Gefäße“ beschrieben.

Unsere Veranstaltungen

40 Jahre Karl von Vogelsang-Staatspreis

Das vierzigjährige Bestehen des Karl von Vogelsang-Staatspreises fand trotz der herrschenden widrigen Umstände in einem dem Anlass würdigen Rahmen statt. Der erste Vogelsang-Staatspreis wurde im Jahre 1980 verliehen und seit damals wurden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten österreichischer und internationaler Historiker mit diesem Preis ausgezeichnet. Dieser Preis stellt somit eine Anerkennung historischer Spitzenforschung durch die Republik Österreich dar. >>weiterlesen

Gedenkfeier für den früheren Bundeskanzler und Landeshauptmann Dr. Josef Klaus (1910-2001) in Salzburg

Unter Mitwirkung des Präsidenten des Karl von Vogelsang-Instituts, Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger LH a.D. und des Salzburger Landeshauptmannes Dr. Wilfried Haslauer wurde Mitte August 2020 ein Denkmal am Kommunalfriedhof Salzburg zu Ehren von Josef Klaus gesetzt. Föderalismus und bundesstaatliche Verantwortung waren ihm kein Widerspruch. Josef Klaus gelang beides: Fest verwurzelt im wertebewussten Fundament der österreichischen Bundesländer galt seine politische Zielsetzung der Erneuerung und Modernisierung von ganz Österreich. Klaus ging als vorbildlicher Sachpolitiker und einer der ersten überzeugten, visionären österreichischen Europapolitiker in die Geschichte der Zweiten Republik ein. >>weiterlesen

Gedenkveranstaltung und Weihe der Ehrentafel für den Arbeiterpriester Rudolf Franz Eichhorn

Ungeachtet der herrschenden schwierigen Verhältnisse würdigte das Institut zuletzt eine Persönlichkeit der österreichischen Christdemokratie, deren Wirken in Politik und Gesellschaft Österreich entscheidend mitgestaltet hat, und die bis heute ihren Platz in der Geschichte des Landes beanspruchen darf. Aus Anlass des 95. Todestages des bedeutenden Arbeiterpriesters und Sozialreformers Rudolf Franz Eichhorn veranstaltet die Pfarre St. Josef in Wien-Floridsdorf, das Stift Klosterneuburg und das Karl von Vogelsang-Institut am 26. September 2020 eine Gedenkveranstaltung mit anschließender Weihe einer neuangebrachten Erinnerungstafel. >>weiterlesen

Termin Aviso

Wissenschaftliches Symposion der Plattform zeithistorischer politischer Archive
Die Krisen der Demokratie in den 1920er und 1930er Jahren
Mittwoch, 3. November bis Freitag, 5. November 2021, Wien

Ausgehend von länderspezifischen Einzelbetrachtungen will das Symposion den Versuch unternehmen, generelle Entwicklungen im Europa der Zwischenkriegszeit
sichtbar und erklärbar zu machen, die direkt in autoritäre Strukturen, Totalitarismus und Faschismus mündeten.
Weitere Details folgen.

Das Karl von Vogelsang-Institut nimmt kommendes Jahr an der Langen Nacht der Forschung 2021 teil.
Freitag, 23. April 2021, 17 Uhr bis 23 Uhr

Tivoligasse 73, 1120 Wien
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Anmeldung unter kvvi@kvvi.at

Neuigkeiten

Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger

Franz Schausberger übernimmt Karl von Vogelsang-Institut

Der Historiker und ehemalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger wird neuer ehrenamtlicher Präsident des Karl von Vogelsang-Instituts (KvVI), das sich der Erforschung der christlichen Demokratie in Österreich widmet. Der bisherige Leiter, …

200. Geburtstag Karl von Vogelsang

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl von Vogelsang am 03. September erschien am 30.08.2018 in der “Furche” ein Artikel über Karl von Vogelsang, verfasst von KVVI-Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Helmut Wohnout. …

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