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Forschungsprojekt


"Zur Repräsentanz von Politikern mit NS-Vergangenheit in der Österreichischen Volkspartei 1945-1980“

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Leopold Figl und das Jahr 1945

Helmut Wohnout

  Jahrbuch Demokratie und Geschichte

Weitere Informationen

75 Jahre Rosenkranzfest


 

Jahrbuch

Jahrbuch Demokratie und Geschichte

Opferdatenbank

Mit der online abrufbaren Opferdatenbank, entstanden aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und des Karl von Vogelsang-Instituts, werden die Namen von rund 8.000 getöteten Männern und Frauen, die während der NS-Zeit zu Opfern der politischen Verfolgung wurden, erstmals dokumentiert und der Forschung zugänglich gemacht. Weiterlesen>>

Leopold Figl - Für Österreich

 
 

Die Geschichte einer Identitätssuche
Walter Hämmerle, gf. Chefredakteur der Wiener Zeitung, vermisst in seinem aktuellen Buch  „ „Der neue Kampf um Österreich: Die Geschichte einer Spaltung und wie sie das Land prägt“ akkurat  die Frage nach der Öffentlichkeit in Österreich. Im Gespräch mit Helmut Wohnout diskutierten die beiden m 14. Mai bei  einer gemeinsamen Veranstaltung des Karl von Vogelsang-Instituts und des Friedrich Funder Instituts Kontinuitäten und Brüche beim Kampf um die österreichische Identität.
 
Für Wohnout ist Hämmerles Buch eine zutiefst politische Analyse der österreichischen Politik. Wohnout stellte das Buch in die Tradition des Werkes von Friedrich Heer: „Wo Heer aufhört, macht Hämmerle weiter.“ Hämmerle beschreibt in seinem Buch das Ringen der Religionen, das Ringen um die Nation und das Ringen der Weltanschauungen als große politische Erzählungen. Das „Ende“ der österreichischen Geschichte in den 1970er Jahren sei trügerisch gewesen. Durch die Ideen der 1968er und dem Auftauchen von Jörg Haider in den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts endete der Konsens der Nachkriegszeit. Was Österreich in der Nachkriegszeit ausgezeichnet habe, ein rigides System der Machtteilung durch Proporz und Große Koalition, sei seitdem brüchig geworden. Es gab in den 1970er Jahren, so Hämmerle, eine neue Sehnsucht der Bevölkerung, Politik auf moralischen Grundlagen zu gestalten. Der „progressiven“ Moral der Grünen setzte die FPÖ eine Gegenmoral entgegen. Hämmerle vertritt die These, dass seit damals die Ränder und nicht mehr länger das Zentrum die politischen Themen setzen. SPÖ und ÖVP sei es lange nicht gelungen, eigenständige Antworten zu finden und die Wähler ebenfalls moralisch anzusprechen. Dieses Kunststück sei erst Sebastian Kurz gelungen, der aus der Position des Juniorpartners heraus erstmals die Kanzlerschaft erlangt habe. Ein solcher politischer Kraftakt war lange für unmöglich gehalten worden.  Die Frage nach der politischen Mehrheit in Österreich sei daher wieder komplett offen, die Mehrheiten in Österreich werden öfters wechseln und das stabile System der Nachkriegszeit ging damit endgültig und unwiederbringlich zu Ende, so das Resümee von Walter Hämmerle.
 
 
Dr. Walter Hämmerle und Priv.-Doz. Dr. Helmut Wohnout.
 
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Neuerscheinung

Auf der Suche nach Identität
Festschrift für Dieter Anton Binder
 
 
Georg Kastner, Ursula Mindler-Steiner, Helmut Wohnout (Hg.)
ISBN 978-3-643-50674-0
 
 
 Parteien und Gesellschaft im Ersten Weltkrieg
 
 
MARIA MESNER, ROBERT KRIECHBAUMER, MICHAELA MAIER,HELMUT WOHNOUT (HG.)
 ISBN 978-3-205-79620-6
 
Mitgestalter Europas
Transnationalismus und Parteiennetzwerke europäischer Christdemokraten und Konservativer in historischer Erfahrung

Michael Gehler/Marcus Gonschor/Hinnerk Meyer/Johannes Schönner (Hrsg.) 
ISBN 978-3-944015-34-7