| Leopold Figl |
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Geb. 2. Oktober 1902 in Rust im Tullnerfeld (NÖ) Aus einer Bauernfamilie stammend, besuchte Figl das Gymnasium in St. Pölten. Gemeinsam mit Julius Raab gründete er die katholische Mittelschulverbindung Nibelungia und an der Universität für Bodenkultur in Wien, an der er zu studieren begonnen hatte, schloß er sich dem Cartellverband (CV) an. Ab Mai 1927 war er bereits als Sekretär des nö. Bauerbundes tätig. 1931 wurde er zum Direktorstellvertreter des nö. Bauernbundes bestellt, 1932 Führer der nö. Sturmscharen, 1933 schließlich Direktor des nö. Bauernbundes. Unmittelbar danach setzte sich Figl mit Gesinnungsgenossen in Verbindung und war Mitbegründer der Österreichischen Volkspartei. Zunächst mit der Lebensmittelversorgung der Stadt Wien beauftragt, war er von April bis Oktober 1945 nö. Landeshauptmann. Nach der Nationalratswahl im November 1945, die der ÖVP die absolute Mehrheit brachte, wurde Figl österreichischer Bundeskanzler. Er verstand es, in den ärgsten Nöten der Nachkriegszeit der Bevölkerung Mut zu machen und sich auch mit persönlicher Courage der alliierten Allmacht, insbesondere aber der sowjetischen Willkür, widersetzten. |
